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04.04.2021 - Im Interview im Swiss Orienteering Magazine 03/2021 mit der SOW-Ressortleiterin "Kinderhort", Marianne Okle, standen spontane Ferien in Arosa und der Einfluss der Bären im Zentrum des Gedankenaustausches. Aber auch der Eindruck, dass die Einheimischen der Swiss O Week interessiert und gelassen entgegensähen.


Marianne OkleAls einzige der interviewten Personen ist Marianne sportlich regelmässig aktiv, vorwiegend bei Langstreckenläufen. Gelegentlich auch auf OL-Strecken, die ihr Mann Roger und die Kinder bevorzugen.

Zum Laufen mit Karte und Kompass kam die Familie über Nachbarn, deren grosses Engagement in der Szene beeindruckte. Deshalb betreute Marianne bereits an der SOW 2019 Gstaad den Kinderhort. Damit Eltern sorgenfrei im Gelände ihre Posten suchen – und finden – konnten, ohne sich nach dem Zieleinlauf sofort wieder um die Sprösslinge kümmern zu müssen. Auch während der SOW in Arosa wird sie diese Aufgabe übernehmen, die organisatorisch im Bereich„Sicherheit“ angesiedelt.

Weil beim Rekognoszieren des OK’s im Herbt 2020 ihre Teilnahme vor Ort nicht möglich war, entschied sich später die Familie kurzerhand für einen privaten Aufenthalt in Arosa und fand, eher per Zufall, eine passende Ferienwohnung. Die gestattete denn auch tägliche Jogging-Runden auf 2‘000 Metern Höhe um das „Arosa Bärenland“, bei dem Marianne stets froh war, dass ein hoher Sicherheitszaun den Lebensraum der riesigen Tiere begrenzt. Nach einem Besuch der Anlage hätten die Kinder jedoch begeistert von Schlafboxen, Badeteichen, Stallungen oder der Vergangenheit der Tanzbären erzählt. Und klargestellt: Der Bär „Napa“ sei eine Kreuzung aus Braun- und Eisbär und stammte aus tierunwürdigen Verhältnissen. Marianne ist denn auch überzeugt: Für Familien und andere SOW-Gäste wird ein Besuch im „Bärenland“ bestimmt kurzweilig sein, aber auch informative Einblicke gewähren in ein mustergültig umgesetztes Tierschutz-Projekt. Das „Napa“ bis zum erlösenden Tod im November 2020 einen tiergerechten Lebensabend ermöglichte und der nachfolgenden Zirkusbärin „Jambolina“ – aus einem winzigen Metallkäfig in der Ukraine – eine sonnige Zukunft in Arosa bescheren möchte.

Bezüglich 2021 hat Marianne ein gutes Gefühl. Die OL-Woche werde erfolgreich sein, denn Einheimische seien von den Anlässen mit Schwerpunkten „Kultur, Natur und Sport“ mittlerweile überzeugt und würden der Swiss O Week interessiert und gelassen entgegensehen.

Oskar Schiess

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